Diabetikerversorgung

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Diabetikerversorgung

Diabetes gehört zu den Stoffwechselerkrankungen, die nachhaltig unser Leben beeinflussen. Aktuell sind etwa 6 Millionen Menschen in Deutschland an Diabetes erkrankt. Das entspricht mehr als 9 % der erwachsenen Bevölkerung.


Dunkelziffer: Von diesen 6 Millionen weiß jeder Fünfte (=1,3 Millionen) noch nicht von seiner Erkrankung. Neben der Gefäßschädigung mit der Folge von Nieren- und Augenerkrankungen, kommt es bei ca. 20 % der Diabetiker zu einem diabetischen Fußsyndrom.

Erstaunlicherweise findet bei nur ca. 1 % der Diabetiker eine regelmäßige Fußuntersuchung statt.

Die Gründe hierfür sind vielfältig. Durch den schleichenden Prozess der Gefäßschädigung, kommt es nachfolgend zur Muskel-, Weichteil-, Knochen- und Nervenschädigung. Letzteres hat fatale Folgen. Unser Warnsystem „Schmerz“ wird abgedämpft bis komplett ausgeschaltet. Vibration, Druck, Warm-/Kaltempfinden können von dem Betroffenen selbst, hinsichtlich Passform und Tragekomfort beim Schuh nicht mehr objektiv eingeschätzt werden. Kleine Unebenheiten, verursacht durch Nähte, Verarbeitungsfehler oder auch fußbedingt, können bei einer spröden, wenig mechanisch belastbaren Haut schnell zu Verletzungen (Läsionen) führen.


Sie fühlen sich angesprochen?

 

Daher sollten Diabetiker, die länger als 10 Jahre an Diabetes erkrankt sind durch Diabetes verursachte Nieren- u./o. Augenerkrankung, Durchblutungsstörungen, Polyneuropathie, Diabetisches Fußsyndrom haben, regelmäßig zur Fußuntersuchung kommen.

Wir bieten Ihnen durch unser regelmäßig geschultes Fachpersonal einen kurzen Fußcheck an.

Mit Hilfe eines zweidimensionalen Fußabdrucks, können wir Sie dann beraten und herausfinden welche Versorgung für Sie sinnvoll wäre.  

Ganz oft reicht schon eine adäquate Einlagenversorgung aus. Aber auch zum Thema richtiges Schuhwerk beraten wir Sie gerne. Stellt sich von ärztlicher Seite oder durch unsere schuhtechnische Erstbefundung heraus, dass bei Ihnen ein diabetisches Fußsyndrom vorliegen könnte, bieten wir Ihnen folgenden Service an:

  • Mit unserer elektronischen Fußdruckmessung, messen wir die Druckverteilung des Fußes, und können evtl. Druckspitzen feststellen.
  • Mit Hilfe eine sogenanten Stimmgabel prüfen wir das Vibrationsempfinden, und können anhand einer Skala die Tiefensensibilität in eine messbare Größe dargestellen.
  • Wir prüfen das Warm-/ Kaltempfinden mit Hilfe des Tip Therm. Der Tip Term ist ein wichtiger Indikator um frühzeitig eine beginnenden Polyneuropathie zu erkennen.
  • Die Prüfung der Oberflächensensibilität erfolgt durch das Monofilament. Mit dem Monofilament wird durch eine feine Borste die Druckempfindlichkeit überprüft.

Nach eventueller Verordnug des Arztes und der Kostenklärung mit der Krankenkasse, fertigen wir mit Hilfe des zweidimensionalen Abdruck, der Fußdruckmessung und eines dreidimensionalen Abdruckes, meist in Kombination mit einem Diabetikerschutzschuh oder einem Maßschuh, die diabetesadaptierte Fußbettung an. Die diabetesadaptierte Fußbettung hat die Aufgabe: Fußfehlstellungen wenn möglich zu korrigieren, die in der Fußdruckmessung erkannten Druckspitzen deutlich zu reduzieren und eine Verbesserung der Druckverteilung zu schaffen.

Zum Abschluss und zur Qualitätssicherung wird nach dem Ausliefern eine dynamische Fußdruckmessung beim Gehen mit der diabetesadaptierten Fußbettung im Schuh vorgenommen. Dadurch ist ein Vergleich der Druckreduzierung zur Erstmessung möglich.

Die Entscheidung, ob Einlagen getragen werden müssen, obliegt dem behandelnden Arzt. Durch unsere Analysemethoden können wir jedoch unterstützend tätig werden.

Die von uns gelieferten Produkte erfüllen die Anforderungen der gültigen Fassung des Medizinproduktgesetzes und des Deutschen Schadstoffgesetzes.

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Nehmen Sie jetzt Kontakt zu uns auf und wir helfen Ihnen gerne weiter.